Im Verkehrsausschuss des Parlaments ist heute eine langjährige Forderung aus Tirol auf den Weg gebracht worden. Künftig sind Anbieter von Navigationsdiensten verpflichtet, zeitlich geltende Abfahrtssperren verbindlich in ihre Routenberechnung aufzunehmen.
Tirol ist bekanntermaßen Vorreiter. Für Fahrzeuge auf der Durchreise gelten auf niederrangigen Straßen klare Abfahrtssperren. „In einigen Dörfern war kein Durchkommen mehr möglich. Die Verbote und strengen Kontrollen zur Hauptreisezeit haben zwar zu einer ersten Entlastung geführt. Trotzdem haben moderne Navigationsgeräte den Verkehr gezielt durch Ortsgebiete gelenkt“, zeigt die Tiroler Nationalrätin Margreth Falkner das Dilemma auf.
Mit der gesetzlichen Regelung, die nächste Woche im Nationalrat beschlossen werden soll, werden nun die Navi-Anbieter in die Pflicht genommen. Sie müssen diese Sperren künftig verpflichtend anzeigen. Sollten sie sich nicht daran halten, ist mit Sanktionen zu rechnen. Ziel ist eine weitere spürbare Entlastung für die Tiroler Bevölkerung entlang der Transitrouten.
„Unsere Dörfer sind keine Ausweichrouten. Die Menschen müssen hier arbeiten, wohnen und möglichst ungehindert von A nach B kommen. Wer durch Tirol in den Süden will und wieder retour, der soll auf den Hauptverkehrsachsen bleiben“, hofft Falkner auf weniger Verkehr, weniger Lärm und mehr Sicherheit in den betroffenen Gemeinden.
