Tief betroffen über den Frauenmord - leider einem weiteren - am vergangenen Sonntag unterstützen Frauenchefin LAbg Beate Scheiber und Geschäftsführerin NRin Margreth Falkner die Forderung nach einer elektronischen Fußfessel für Hochrisiko-Gefährder. „Wie dieses tragische Beispiel zeigt, reichen bestehende Maßnahmen wie Wegweisung oder Betretungsverbote allein nicht aus. Für gewaltbereite Täter braucht es eine konsequente Kontrolle“, sprechen sich Scheiber und Falkner für eine umgehende Umsetzung der elektronischen Überwachung aus, wie sie bereits im Programm der Bundesregierung und Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen vorgesehen ist.
Wenn sich ein gewaltbereiter Täter trotz Annäherungsverbot einer Frau oder Kindern nähert, müsse sofort reagiert werden. „Es muss sowohl die Polizei alarmiert als auch die Frau rechtzeitig gewarnt werden“, betont Falkner. Die elektronische Fußfessel könne ein wichtiges Instrument sein, um riskante Gefährder wirksam zu überwachen und gefährdete Frauen und Kinder besser zu schützen.
Falkner und Scheiber begrüßen ausdrücklich die aktuellen Initiativen auf Bundesebene sowie parteiübergreifende Forderungen aus den Bundesländern. Gewalt an Frauen sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die ein rasches und entschlossenes Handeln erfordere. „Wir alle müssen genau hinschauen, nachfragen und betroffene Frauen unterstützen. Bei akuter Bedrohung braucht es auch den Mut einzugreifen“, wird Nationalrätin Falkner nicht müde, mehr Zivilcourage im gemeinsamen Kampf gegen Gewalt an Frauen einzufordern. „Femizide sind meist das traurige Ende einer langen Leidensgeschichte voller Gewalt“, weist Scheiber darauf hin, dass Gewalt schon viel früher beginnt.
„Gewalt beginnt nämlich bereits viel früher, mit Drohungen, mit Beleidigungen, mit Einschüchterung, mit Kontrolle. Genau dort müssen wir ansetzen, wenn wir solche Taten verhindern wollen“, fordern Scheiber und Falkner mehr Haltung, Aufmerksamkeit und Bewusstseinsbildung. Dazu gehöre unter anderem, dass Männer und Frauen laut und konsequent gegen Sexismus, abwertende Sprache und Gewalt gegenüber Frauen Stellung beziehen.
